Steht € vor freiem Fall?

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  • Ich bin Ihnen dankbar

    erich haiderer, 22.02.2013 01:49, Antwort auf #407

    Köstlich: Thematisch spaßen Sie! Smile Genau das, was sie unterstreichen, wollte ich damit ausdrücken: Die europäischen Regierungen wollen heute eine Hyperinflation um jeden Preis meiden, da es das Projekt Europa gefährden würde.

    Eben des hatte ich historisch zu belegen versucht und deshalb gesagt (sie und ihre bemitleidenswerten Berufswadlbeisserkollegen mögen freilich gern hinein interpretieren, was sie wollen): Die Hyperinflation führte via Krise 1931 letztlich zu Wk2. Diese historische Tatsache (sie kann auf zahllosen Webseiten nachgeschlagen werden) ist weder meine Meinung und schon gar nicht  Wunschdenken (ganz im Gegenteil!) lediglich historische Tatsache. Dass  Krisen zu Deflation führen, weiß jeder halbewgs gebildete Schüler. Ich bin Ihnen dankbar, wenn Sie mir unterstellen ich wüsste dies nicht, zeigt es doch in welch wahnhaften Spitzfindigkeiten Sie sich verlieren, bloß um der Gesamtaussage auszuweichen. Weitere Desavouierungsversuche gegen meine Person und meine Aussagen sind weiter ausdrücklich willkommen.

    Haiderers steile Thesen:

    Die Hyperinflation war in den Zwanzigern.

    Zwar haben sie meinen sachlichen Ton nicht verdient, jedoch zitiere ich den Zürcher tagesanzeiger:

    "Welches war die schlimmste Finanzkrise der modernen Geschichte? 2008, als Lehman Brothers zusammenbrach und die UBS vom Staat gestützt werden musste?

    Nein, 2008 war nichts im Vergleich zu 1931. Zwar stand auch damals – ähnlich wie nach dem Fall von Lehman – das internationale Finanzsystem am Abgrund, aber im Unterschied zu 2008 brauchte man 1931 viel länger, bis der Flächenbrand gelöscht war. Der Schaden war deshalb ungleich grösser."

    Zwar haben Sie die sachliche Antwort nicht verdient, aber dennoch:

    In der Weltwirtschaftskrise gab es keine Hyperinflation, sondern in Deutschland das genaue Gegenteil davon: Eine Deflation. Auch nicht schön, aber eben gerade KEINE Inflation, der Wert des Geldes stieg und sank nicht etwa.

    Von 1929 bis 1932 betrieb die FED eine restriktive Geldpolitik und bewirkte dadurch eine Verkleinerung der amerikanischen Geldmenge, was die amerikanische Wirtschaft in die Rezession trieb.

    Es ist umstritten, ob die deflationäre Tendenz der Zwischenkriegszeit allein auf die Versuche der Länder zurückzuführen ist, den Goldstandard aufrechtzuerhalten. [...] Durch die starke Deflation wurden amerikanische Waren billig, während sich die heimische Nachfrage stark verringerte. Dies förderte den Export amerikanischer Waren. Die anderen Staaten mussten ebenfalls zu einer restriktiven Geldpolitik übergehen, um Außenhandelsdefizite und damit einen Abfluss von Gold einzudämmen. Alle Länder die an dem Goldstandard festhalten wollten, wurden so zu einer fatalen Deflationspolitik gezwungen.

    Mit der Zeit wurde der Fehler der Geldpolitik offenbar. Nach und nach suspendierten alle Staaten den Goldstandard und gingen zu einer Reflationspolitik über. Nach fast einhelliger Ansicht besteht ein klarer zeitlicher und inhaltlicher Zusammenhang zwischen der weltweiten Abkehr vom Goldstandard und dem Beginn der wirtschaftlichen Erholung.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Weltwirtschaftskrise#Goldstandard

    Eine Hyperinflation erlebte Deutschland Anfang der Zwanziger Jahre, und wie bei diesem Phänomen üblich konnte sie nur entstehen, weil die damalige Regierung sie WOLLTE. Die deutsche Regierung Anfang der Zwanziger WOLLTE die Reichsmark praktisch wertlos machen.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Inflation_1914_bis_1923

    Abgesehen von wenigen Paranoikern weiß allerdings jeder, dass die europäischen Regierungen heute keine Hyperinflation wollen. Da können Sie sogar mal mit dem von Ihnen so oft geschätzten "Cui Bono?" operieren (aber das kommt ja bei Ihnen nur dort zum Einsatz, wo es keinen Sinn ergibt): Weder Frau Merkel noch irgendein anderer europäischer Regierungschef hätte etwas von einer solchen Hyperinflation, abgesehen von der eigenen Abwahl.

    Das bedeutet nicht, dass die Inflationsrate nicht moderat steigen könnte - das ist allemal möglich. Aber eine drastische, gar praktisch vollständige Geldentwertung, eine Hyperinflation also, ist ausgeschlossen.

    Nebenbei, obwohl man müde wird, es nach jedem Ihrer Posts anzumahnen: Die von Ihnen zitierte Quelle spricht - entgegen dem, was Sie suggerieren - natürlich NIRGENDWO von einer Hyperinflation, aber für ökonomische Analphabeten sind die Begriffe Wirtschaftskrise und Inflation ja offenbar deckungsgleich: Es gab Anfang der Dreißiger ne Wirtschaftskrise, also muss Haidererscher Logik zufolge damals ja Inflation geherscht haben. Schauen Sie sich mal die japanische Wirtschaftskrise seit Anfang der Neunziger an: Eine darniederliegende Wirtschaft bei gleichzeitiger Deflation (zur Erinnerung und damit es irgendwann vielleicht mal "klick" macht: Das ist das Gegenteil von Inflation). Was bin ich froh, dass unseren Schülern heute ökonomische Grundkenntnisse vermittelt werden, anders als zur Schulzeit gewisser Diskussionsteilnehmer hier.

  • Ich bin Ihnen dankbar

    erich haiderer, 22.02.2013 01:53, Antwort auf #407

    Köstlich: Thematisch spaßen Sie! Smile Genau das, was sie unterstreichen, wollte ich ja damit ausdrücken: Die europäischen Regierungen wollen heute eine Hyperinflation um jeden Preis meiden, da es das Projekt Europa gefährden würde, weil dies wieder zu sozailen Unruhen und Nationalismen führen könnte.

    Genau des hatte ich eben durch die historische Referenz kausal zu belegen versucht; genau deshalb erwähnte ich (sie und ihre bemitleidenswerten Berufswadlbeisserkollegen mögen freilich gern hinein interpretieren, was sie wollen): Die Hyperinflation führte via Krise 1931 letztlich zu Wk2. Diese historische Tatsache (sie kann auf zahllosen Webseiten nachgeschlagen werden) ist weder meine Meinung und schon gar nicht  Wunschdenken (ganz im Gegenteil!) lediglich historische Tatsache. Mag sein, dass ich mich unklar ausgedrückt habe. Dass  Krisen zu Deflation führen, weiß jeder halbewgs gebildete Schüler. Ich bin Ihnen dankbar, wenn Sie mir unterstellen ich wüsste dies nicht, zeigt es doch in welch wahnhaften Spitzfindigkeiten Sie sich verlieren, bloß um der Gesamtaussage auszuweichen. Weitere Desavouierungsversuche gegen meine Person und meine Aussagen sind weiter ausdrücklich willkommen. Auch würde es mich freuen, wenn man mir Bildungslücken nachweisen würde - die mag es sicher geben und diese zu beheben würde mir Spaß machen.

    Haiderers steile Thesen:

    Die Hyperinflation war in den Zwanzigern.

    Zwar haben sie meinen sachlichen Ton nicht verdient, jedoch zitiere ich den Zürcher tagesanzeiger:

    "Welches war die schlimmste Finanzkrise der modernen Geschichte? 2008, als Lehman Brothers zusammenbrach und die UBS vom Staat gestützt werden musste?

    Nein, 2008 war nichts im Vergleich zu 1931. Zwar stand auch damals – ähnlich wie nach dem Fall von Lehman – das internationale Finanzsystem am Abgrund, aber im Unterschied zu 2008 brauchte man 1931 viel länger, bis der Flächenbrand gelöscht war. Der Schaden war deshalb ungleich grösser."

    Zwar haben Sie die sachliche Antwort nicht verdient, aber dennoch:

    In der Weltwirtschaftskrise gab es keine Hyperinflation, sondern in Deutschland das genaue Gegenteil davon: Eine Deflation. Auch nicht schön, aber eben gerade KEINE Inflation, der Wert des Geldes stieg und sank nicht etwa.

    Von 1929 bis 1932 betrieb die FED eine restriktive Geldpolitik und bewirkte dadurch eine Verkleinerung der amerikanischen Geldmenge, was die amerikanische Wirtschaft in die Rezession trieb.

    Es ist umstritten, ob die deflationäre Tendenz der Zwischenkriegszeit allein auf die Versuche der Länder zurückzuführen ist, den Goldstandard aufrechtzuerhalten. [...] Durch die starke Deflation wurden amerikanische Waren billig, während sich die heimische Nachfrage stark verringerte. Dies förderte den Export amerikanischer Waren. Die anderen Staaten mussten ebenfalls zu einer restriktiven Geldpolitik übergehen, um Außenhandelsdefizite und damit einen Abfluss von Gold einzudämmen. Alle Länder die an dem Goldstandard festhalten wollten, wurden so zu einer fatalen Deflationspolitik gezwungen.

    Mit der Zeit wurde der Fehler der Geldpolitik offenbar. Nach und nach suspendierten alle Staaten den Goldstandard und gingen zu einer Reflationspolitik über. Nach fast einhelliger Ansicht besteht ein klarer zeitlicher und inhaltlicher Zusammenhang zwischen der weltweiten Abkehr vom Goldstandard und dem Beginn der wirtschaftlichen Erholung.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Weltwirtschaftskrise#Goldstandard

    Eine Hyperinflation erlebte Deutschland Anfang der Zwanziger Jahre, und wie bei diesem Phänomen üblich konnte sie nur entstehen, weil die damalige Regierung sie WOLLTE. Die deutsche Regierung Anfang der Zwanziger WOLLTE die Reichsmark praktisch wertlos machen.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Inflation_1914_bis_1923

    Abgesehen von wenigen Paranoikern weiß allerdings jeder, dass die europäischen Regierungen heute keine Hyperinflation wollen. Da können Sie sogar mal mit dem von Ihnen so oft geschätzten "Cui Bono?" operieren (aber das kommt ja bei Ihnen nur dort zum Einsatz, wo es keinen Sinn ergibt): Weder Frau Merkel noch irgendein anderer europäischer Regierungschef hätte etwas von einer solchen Hyperinflation, abgesehen von der eigenen Abwahl.

    Das bedeutet nicht, dass die Inflationsrate nicht moderat steigen könnte - das ist allemal möglich. Aber eine drastische, gar praktisch vollständige Geldentwertung, eine Hyperinflation also, ist ausgeschlossen.

    Nebenbei, obwohl man müde wird, es nach jedem Ihrer Posts anzumahnen: Die von Ihnen zitierte Quelle spricht - entgegen dem, was Sie suggerieren - natürlich NIRGENDWO von einer Hyperinflation, aber für ökonomische Analphabeten sind die Begriffe Wirtschaftskrise und Inflation ja offenbar deckungsgleich: Es gab Anfang der Dreißiger ne Wirtschaftskrise, also muss Haidererscher Logik zufolge damals ja Inflation geherscht haben. Schauen Sie sich mal die japanische Wirtschaftskrise seit Anfang der Neunziger an: Eine darniederliegende Wirtschaft bei gleichzeitiger Deflation (zur Erinnerung und damit es irgendwann vielleicht mal "klick" macht: Das ist das Gegenteil von Inflation). Was bin ich froh, dass unseren Schülern heute ökonomische Grundkenntnisse vermittelt werden, anders als zur Schulzeit gewisser Diskussionsteilnehmer hier.

  • RE: Ich bin Ihnen dankbar

    ddw, 22.02.2013 12:22, Antwort auf #412

    Herr Erich Haiderer

    Sie sind ganz einfach nur der Lärm den Sie selbst erzeugen...püüh

  • Portugiesischer Finanzminister tritt zurück

    drui (MdPB), 02.07.2013 00:21, Antwort auf #413

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/euro-krisenland-portugals-finanzminist er-gaspar-tritt-zurueck-a-908874.html

    Die Regierung steht unter heftigem Druck von Seiten der sozialdemokratischen Opposition, von Gewerkschaften und Wirtschaftsführern. Sie verlangen, dass das Land den von Gaspar durchgesetzten Sparkurs verlässt und mehr für die Belebung der Wirtschaft unternimmt. Die Wirtschaftsleistung des Landes schrumpft seit drei Jahren ununterbrochen, und auf dem Staat lasten Schulden von 123 Prozent der Wirtschaftsleistung.

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