ach spd, ach gerhard schröder

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  • ach spd, ach gerhard schröder

    ronnieos, 25.04.2022 12:16
    #1

    ach spd, seid doch ruhig,

    gerhard schröder ist mitglied eurer partei seit 1963, da dauerte es noch 12 jahre bis hendik wüst, heute cdu mitglied, geboren wurde, und saskia esken war noch nicht mal im kindergarten.

    ja,ja, das verhalten von gerhard schröder löst mehr als kopfschütteln und irritationen aus. und ich verstehe ihn auch nicht.

    gerhard schröder war juso vorsitzender [kann man sich heute kaum vorstellen], 5 jahre parteivorrsitzender, 8 jahre mp niedersachsen, 7 jahre bundeskanzler.

    heute ist er lobbyist, berater, aufsichtsrat, geschäftsmann ......

    ... und er altersstur statt altersweise.

    saskia esken, immerhin 17.2% erststimmen in ihrem wahlkreis, fordert als spd-vize schröder auf aus der spd auszutreten.

    nichts gelernt, oder?   vor allem als partei-vize-chefin macht man das leise und intern. zumal. es haben doch schon 4 spd-verbände den ausschluß gefordert. zumal die parteispitze sich ja seit 2 monaten von schröder 'distanziert'.

    die zentrale frage ist doch: ist seine persönliche freundschaft mit putin ein grund für den parteiausschluß. sind aufsichtsratsposten bei russischen energieunternehmen ein grund für einen parteiausschluß. das sauber zu klären, wäre die aufgabe der spd-führung.

    daß henrik wüst [ausgerechnet bei  bild-tv] den parteiausschluß von schröder fordert: verständlich in dem sinne, daß er gerade im wahlkampf ist; aber es ist nicht seine baustelle. als nrw-mp:  es geht weder um seine partei, noch sein bundesland, noch ist es teil seiner aufgaben. da hätte er welche während der flut im juli 2021 lösen können.

    [peinlich auch Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko. er macht Altkanzler Schröder „mitverantwortlich für das Abschlachten von Frauen und Kindern in der Ukraine“.]

    wenn ich in gerhard schröders haut wäre, würde ich sagen:  mit der mischpoche will ich nichts zu tun haben, ich lasse meine mitgliedschaft freiwillig ruhen.

    gerhard schröder war doch toll für die spd. zuerst agenda 2010 durchgesetzt, dient die heute der spd als billige ausrede... neee, das sind nicht wir, das war der böse schröder.....

    schröder ist gewiss kein gentleman. war er politisch nicht, privat nicht. aber der umgang mit ihm ist auch kein argument spd zu wählen.

    -----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    ehrenmitgliedschaft und wendehälse

    gerhard schröder hatte eine ehrenmitgliedschaft beim dfb und beim bvb 09.  beide wurde ihm im märz 2022 entzogen. auf die von hannover 96 hat er verzichet, bevor sie entzogen wurde.

    die spd hat schröder auf ihrer homepage von der  "Liste großer Sozialdemokraten"   stiekum entfernt.

    ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    die cdu hatte ja dasselbe problem. kohl wurde schnell der ehrenvorsitend verliehen, den er dann als die spendenaffäre hochkochte 'ruhen liess'.

    dieses ganze 'ehren-schnick-schnack' wird viel zu schnell verliehen - und noch peinlicher, bei jedem gegenwind entzogen.

  • RE: ach spd, ach gerhard schröder

    Eckhart, 25.04.2022 12:38, Antwort auf #1
    #2

    ach spd, seid doch ruhig,

    gerhard schröder ist mitglied eurer partei seit 1963, da dauerte es noch 12 jahre bis hendik wüst, heute cdu mitglied, geboren wurde, und saskia esken war noch nicht mal im kindergarten.

    ja,ja, das verhalten von gerhard schröder löst mehr als kopfschütteln und irritationen aus. und ich verstehe ihn auch nicht.

    gerhard schröder war juso vorsitzender [kann man sich heute kaum vorstellen], 5 jahre parteivorrsitzender, 8 jahre mp niedersachsen, 7 jahre bundeskanzler.

    heute ist er lobbyist, berater, aufsichtsrat, geschäftsmann ......

    ... und er altersstur statt altersweise.

    saskia esken, immerhin 17.2% erststimmen in ihrem wahlkreis, fordert als spd-vize schröder auf aus der spd auszutreten.

    nichts gelernt, oder?   vor allem als partei-vize-chefin macht man das leise und intern. zumal. es haben doch schon 4 spd-verbände den ausschluß gefordert. zumal die parteispitze sich ja seit 2 monaten von schröder 'distanziert'.

    die zentrale frage ist doch: ist seine persönliche freundschaft mit putin ein grund für den parteiausschluß. sind aufsichtsratsposten bei russischen energieunternehmen ein grund für einen parteiausschluß. das sauber zu klären, wäre die aufgabe der spd-führung.

    daß henrik wüst [ausgerechnet bei  bild-tv] den parteiausschluß von schröder fordert: verständlich in dem sinne, daß er gerade im wahlkampf ist; aber es ist nicht seine baustelle. als nrw-mp:  es geht weder um seine partei, noch sein bundesland, noch ist es teil seiner aufgaben. da hätte er welche während der flut im juli 2021 lösen können.

    [peinlich auch Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko. er macht Altkanzler Schröder „mitverantwortlich für das Abschlachten von Frauen und Kindern in der Ukraine“.]

    wenn ich in gerhard schröders haut wäre, würde ich sagen:  mit der mischpoche will ich nichts zu tun haben, ich lasse meine mitgliedschaft freiwillig ruhen.

    gerhard schröder war doch toll für die spd. zuerst agenda 2010 durchgesetzt, dient die heute der spd als billige ausrede... neee, das sind nicht wir, das war der böse schröder.....

    schröder ist gewiss kein gentleman. war er politisch nicht, privat nicht. aber der umgang mit ihm ist auch kein argument spd zu wählen.

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    ehrenmitgliedschaft und wendehälse

    gerhard schröder hatte eine ehrenmitgliedschaft beim dfb und beim bvb 09.  beide wurde ihm im märz 2022 entzogen. auf die von hannover 96 hat er verzichet, bevor sie entzogen wurde.

    die spd hat schröder auf ihrer homepage von der  "Liste großer Sozialdemokraten"   stiekum entfernt.

    Es hängt wohl davon ab, ob und wann Gazprom und alle deren Führungskräfte auf die Sanktionslisten geraten.
    Wenn wir nicht so abhängig von deren Gas wären, dann wäre das schon lange der Fall und Schröders Vermögen eingefroren usw. usf.
    Parteischädigend ist/wäre das allemal. Aber solche Verfahren sind sehr lästig.
    Hätte, hätte, Fahrradkette.

  • parteischädigend

    ronnieos, 25.04.2022 13:09, Antwort auf #2
    #3

    Parteischädigend ist/wäre das allemal. Aber solche Verfahren sind sehr lästig.

    ebend. konsequent. feststellen:  ist es parteischädigend.

    bei den verfahren ist ja auch abzuwägen:   überwiegt ein 'schaden' den gesamtverdienst für die partei. immerhin hat die partei jahrzehntelang sagen wir von der 'charismatischen führungspersönlichkeit' schröders profitiert. vieles war grenzwertig [sein auftritt in der elefantenrunde 2005 ist unvergessen].

    man sieht das beim schlingerkurs grüne vs. boris palmer. er läßt die mitgliedschaft ruhen. der  grünen vorstand sieht das verhalten palmers 'sanktioniert', was ja so nicht korrekt ist. grenzgänger muß eine partei aushalten können [bevor eine diskussion aufkommt: einige aussagen waren zweifellos rassistische stammtisch parolen]

  • RE: parteischädigend

    Eckhart, 25.04.2022 13:50, Antwort auf #3
    #4

    . der  grünen vorstand sieht das verhalten palmers 'sanktioniert', was ja so nicht korrekt ist.

    Wenn schon auch zu Palmer:
    Fast 2 Jahre Entzug des aktiven und passiven Wahlrechts in der Partei und die Verpflichtung sich in Gesprächen darüber zu verständigen, wie Kommunikation künftig bei innerparteilichen Kontorversen azulaufen hat.
    Ich sehe das durchaus als Sanktion.

    Normalerweise hätte sich Palmer nicht darauf eingelassen, denn für einen Rauswurf waren die Vorwürfe zu dünn.
    Aber: Eine OB-Kandidatur gegen eine grüne Kandidatin könnte man sher wohl und eindeutig als parteischädigend interpretieren, wenn er aktives Mitglied wäre. So ist er diesbezüglich aus dem Schneider.

  • sanktion

    ronnieos, 25.04.2022 15:13, Antwort auf #4
    #5
    Ich sehe das durchaus als Sanktion.

    Normalerweise hätte sich Palmer nicht darauf eingelassen, denn für einen Rauswurf waren die Vorwürfe zu dünn.
    Aber: Eine OB-Kandidatur gegen eine grüne Kandidatin könnte man sher wohl und eindeutig als parteischädigend interpretieren, wenn er aktives Mitglied wäre. So ist er diesbezüglich aus dem Schneider.

    laut jurist rezzo schlauch, kann man bei einem 'vergleich' rechtlich nicht von einer sanktion sprechen. kann man ihm kaum widersprechen. [einer Sache Gesetzeskraft verleihen  bzw. einen Regelverstoß bestrafen]

    nur, nun auch rabulistik, wenn der  grünen vorstand [nach dem kompromiß] feststellt  "Boris Palmer hat die Grenzen dessen überschritten, was wir als Partei aushalten müssen."

    warum hat er dann dem kompromiß zugestimmt. mit der aussage muß man eigentlich einen ausschluß forcieren.

    mit 50 bzw 61% bei den ob-wahlen 2006 und 2014 lag er weit über dem potential der grünen.

    den palmers aus dem remstal liegt eben das rebellengen im blut.

  • sanktion - oder: vor palmer geht erst kretschmann baden

    gruener (Luddit), 28.04.2022 05:03, Antwort auf #5
    #6

    ich habe es mindestens schon einmal angeführt:

    der fall palmer sagt viel über die innerparteiliche grüne demokratie aus sowie über das demokratieverständnis der grünen im allgemeinen. (muss ich an dieser stelle, um mich abzugrenzen, wiederholen, was ich persönlich von boris palmer halte?)

    das spektakel ist an lächerlichkeit kaum zu überbieten. (welch irrsinn auch, dass mich die grünen quasi zwingen, mich mit dem vollkoffer palmer zu solidarisieren)

    die grünen werden bei der diesjährigen ob-wahl in tübingen kein ergebnis erzielen, das in den annalen der partei verewigt werden wird.

    die diesjährige ob-wahl in tübingen könnte - nach der niederschmetternden ob-wahl in stuttgart - den niedergang der grünen im ländle einleiten. ist der ex-kbw'ler an oberster stelle erst mal weg, geht vermutlich auch die grüne regierungsmacht auf landesebene flöten...

  • RE: sanktion - oder: vor palmer geht erst kretschmann baden

    Eckhart, 28.04.2022 14:05, Antwort auf #6
    #7

    ich habe es mindestens schon einmal angeführt:

    der fall palmer sagt viel über die innerparteiliche grüne demokratie aus sowie über das demokratieverständnis der grünen im allgemeinen. (muss ich an dieser stelle, um mich abzugrenzen, wiederholen, was ich persönlich von boris palmer halte?)

    das spektakel ist an lächerlichkeit kaum zu überbieten. (welch irrsinn auch, dass mich die grünen quasi zwingen, mich mit dem vollkoffer palmer zu solidarisieren)

    die grünen werden bei der diesjährigen ob-wahl in tübingen kein ergebnis erzielen, das in den annalen der partei verewigt werden wird.

    die diesjährige ob-wahl in tübingen könnte - nach der niederschmetternden ob-wahl in stuttgart - den niedergang der grünen im ländle einleiten. ist der ex-kbw'ler an oberster stelle erst mal weg, geht vermutlich auch die grüne regierungsmacht auf landesebene flöten...

    https://www.gar-bw.de/wir-vor-ort/ober-buergermeisterinnen-und-deuernentinnen/

    Also: Palmer ist weiter Grünes Mitglied, auch wenn diese gerade ruht.
    Ich könnte mir gut vorstellen, das er ohne Unterstützung der Partei, aber mit starker Unterstützung vieler Mitglieder, in Tübingen gewinnt.
    Und auf der Liste Grüner Bürgermeister in BW wird er weiter neben meinem Freund Alex Maier als grüner OB geführt. Ab 2024 wieder als Vollmitglied. Und im Mai 2024 sind dann wieder Kommunalwahlen in BW....

  • RE: sanktion - oder: vor palmer geht erst kretschmann baden

    drui (MdPB), 28.04.2022 14:10, Antwort auf #6
    #8

    Ich sehe das taktisch als recht geschickt an. Der OB Palmer wird wieder OB - aber nicht als Grüner. Er wird mit einem grün dominierten Stadtrat zusammenarbeiten müssen, ohne auf die Partei Rücksicht zu nehmen (was er eh nie getan hat), das hilft vermutlich allen Beteiligten. Wenn er Mist redet oder rassistischen Schwachsinn, dann macht er das als Dumm-Dumm-Boris und nicht als Grüner. Und nach ein paar Jahren wird niemand mehr an diesem halb- bzw. giftgrünen Status Palmers etwas ändern wollen. Kretschmann wird eh nicht mehr antreten, von daher werden die Grünen logischerweise ein schlechteres LTW-Ergebnis erzielen, egal ob die SPD oder die CDU dort erstarkt.

  • Ach SPD, ach Manuela Schwesig

    Eckhart, 28.04.2022 14:25, Antwort auf #1
    #9
    Frau Schwesig vergleicht sich und ihre russlandhörige Nordstream 2 Politik mit der neuen Ostpolitik des Friedensnobelpreisträger Willi Brandt, der damit die Nachkriegsphase beendet und wieder kooperative nachbarschaftliche Beziehungen in den Osten hinein aufgebaut hat.
    Da frag ich mal Frau Manuela Schwesig: Geht es nicht eine Nummer kleiner? Welchen Preis erwartet Sie denn für das Einfädeln der Gazprom-Klima-Stiftung zu erhalten?
  • wer geht baden in b-w

    ronnieos, 28.04.2022 16:34, Antwort auf #8
    #10

    Kretschmann wird eh nicht mehr antreten, von daher werden die Grünen logischerweise ein schlechteres LTW-Ergebnis erzielen, egal ob die SPD oder die CDU dort erstarkt.

    sehr spannend..... nur, daß cdu oder spd erstarken sehe ich kaum.... spd, cdu und grüne ohne kretschmann bewegen sich eher wie taumelnde boxer

    eine erneuerung von spd oder cdu ist nicht in sicht. siehe auch ihre schwäche in den kommunen:  2019.  cdu 22% grüne 17, spd 14.....  die wählervereinigungen mit 30% profitieren von der schwäche der parteiarbeit. ein trend, der schon 2dekaden anhält.

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