Prognosemärkte (auch: Informationsmärkte) machen sich das Phänomen kollektiver Intelligenz zu Nutze. Das aggregierte Wissen vieler Einzelpersonen wird dabei höher bewertet als das Wissen einzelner Experten.
Informationsmärkte orientieren sich in ihrer Funktionsweise an realen Börsen. Die zu prognostizierenden Ereignisse werden in Aktien abgebildet. Diese Prognose-Aktien werden wie auf einem Aktienmarkt gehandelt. Der aktuelle Aktienkurs spiegelt die aggregierte Erwartung aller Teilnehmer über den künftigen Ausgang eines Ereignisses wider - die Prognose.
Spielerisch nähern sich Informationsmärkte ihrem eigentlichen, wissenschaftlich fundierten Zweck, der Prognose. Ihr spielerischer Aspekt ist die Voraussetzung für den erfolgreichen Abschluss sowie die Prognosefähigkeit von Informationsmärkten. Den Spieltrieb weckend, fördern sie engagierte Partizipation der Teilnehmer.
Bei klassischen Meinungsumfragen geht ein Institut aktiv auf ausgewählte Personen zu und fragt diese nach ihrer persönlichen Meinung (z.B. Wahlabsicht). Aus diesen Rohdaten wird dann die Prognose erstellt. Ganz anders bei Prognosemärkten: Hier bestimmen alleine die teilnehmenden Personen die Kurse der Aktien und damit die Prognose. Der Veranstalter greift dabei in die Preisbildung nicht ein. An Prognosemärkte wird auf die kollektiven Intelligenz der Teilnehmer vertraut, um eine zuverlässige Vorhersage von Ereignissen zu erhalten.
Bei politischen Prognosemärkten werden die kandidierenden Parteien oder Personen als Aktien abgebildet. Die Aktienkurse jeder Partei spiegeln die Erwartungen der Spieler über den Ausgang der Wahl wider. Der Prognosemarkt stellt so mit seinen Aktienkursen laufende Ereignis-Prognosen in Echtzeit zur Verfügung.
Jeder Teilnehmer erhält zu Beginn eine fixe Anzahl von Aktien sowie einen virtuellen Geldbetrag, mit dem gehandelt werden kann. Ziel des Spieles ist es, durch gute Prognosen sowie geschicktes Spekulieren den eigenen Vermögenswert zu maximieren. Am Ende des Spiels werden alle Wertpapiere von der Bank zu Werten zurückgekauft, die sich aus dem offiziellen Ausgang des zu prognostizierenden Ereignisses ergeben (z.B. amtliches Wahlergebnis).
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Im Prognosemarkt ABC werden häufig verwendete Begriffe erklärt.
Der erste Prognosemarkt wurde 1988 in den USA durchgeführt und sagte das Wahlergebnis der Präsidentschaftswahl zehnmal exakter voraus als alle Umfragen. Seit damals wurden in Dutzenden Ländern zu Wahlen derartige Märkte veranstaltet. In Österreich fanden zu jeder größeren Wahl seit 1994 Wahlbörsen statt, die bei den Internet-Usern zunehmend an Beliebtheit gewonnen haben.
Dieser Prognosemarkt basiert auf der Prognose-Software pro:kons, einem Produkt der Fa. BDF-net Agentur für neue Medien GmbH. Der Produktname pro:kons steht für PROgnose und KONSensfindung. pro:kons bietet neben einem Softwaremodul für Prognosemärkte auch ein Konsensfindungsmodul zur effizienten Unterstützung von Entscheidungsfindungsprozessen in Organisationen.
pro:kons ist mit 10 Jahren Erfahrung einer der führenden Software-Anbieter für Prognosemärkte. Mehr über pro:kons finden Sie auf www.prokons.at.