EU-Wahl Deutschland 2024

Beiträge 71 - 80 von 96
  • (Fast) richtige Beobachtungen

    Kritischer Analyst (!), 10.06.2024 12:56, Antwort auf #70
    #71

    Erstaunlich gute Beobachtungen, die der ronnieos hier gemacht hat. Schade, dass er aber nicht in der Lage ist die richtigen Schlussfolgerungen daraus zu ziehen (siehe Beiträge zu Europa, dazu äußere ich mich noch separat). Nur eine Sache ist völlig falsch und kann so nicht stehen gelassen werden:

    • Die FDP hat sich dank einer resoluten Strack-Zimmermann auf dem 2019 Niveau gehalten. Sie hat als Regierungspartei erstaunlich abgeschnitten (immerhin waren sie 2019 „Opposition“).

    Die FDP hat verglichen mit der Bundestagswahl sich (relativ) gesehen am schlechtesten entwickelt, mehr als halbiert. Und jetzt soll es ein Erfolg sein, dass sie magere 5 Prozent hat und nicht noch weiter abgestürzt ist?

    Kriegshetzerin Strick-Strack hat junge Leute im Wahlkampf ja unverhohlen verhöhnt, indem sie sich als "Oma Courage" bezeichnet hat. Wer das Stück Mutter Courage von Brecht kennt, weiss, dass diese am Krieg verdient und ihre Kinder in den Krieg geschickt hat. Insofern eigentlich eine erstaunliche versteckte Ehrlichkeit, was diese Kriegstreiberin vorhat. Gott schütze uns davor!

  • Der Allwissende

    ronnieos, 10.06.2024 13:19, Antwort auf #71
    #72

    Erstaunlich gute Beobachtungen, die der ronnieos hier gemacht hat. Schade, dass er aber nicht in der Lage ist die richtigen Schlussfolgerungen daraus zu ziehen (siehe Beiträge zu Europa, dazu äußere ich mich noch separat).

    Wie immer, man muß warten auf die Worte des Gurus, des Allwissenden des Forums.

    ER allein entscheidet über "RICHTIG" und "FALSCH".

    Ein Institut für Politikwissenschaften sollte ihn zur Promotion einladen. Vielleicht in Österreich, seine Kenntnisse im Nachbarland scheinen unschlagbar.

  • RE: Der Allwissende

    Laie, 10.06.2024 14:13, Antwort auf #72
    #73

    Erstaunlich gute Beobachtungen, die der ronnieos hier gemacht hat. Schade, dass er aber nicht in der Lage ist die richtigen Schlussfolgerungen daraus zu ziehen (siehe Beiträge zu Europa, dazu äußere ich mich noch separat).

    Wie immer, man muß warten auf die Worte des Gurus, des Allwissenden des Forums.

    ER allein entscheidet über "RICHTIG" und "FALSCH".

    Ein Institut für Politikwissenschaften sollte ihn zur Promotion einladen. Vielleicht in Österreich, seine Kenntnisse im Nachbarland scheinen unschlagbar.

    Der letzte Satz ist cool.;)

  • RE: EU-Wahl Deutschland 2024 - Beobachtungen, Volt

    SeppH (!), 10.06.2024 16:19, Antwort auf #70
    #74

    Volt: Entspricht am ehesten dem Bild einer Partei von und für formal hochgebildete, gut situierte Menschen in Großstädten mit einer "ökosozialen Ader", denen es rein von der Umgebung her egal ist, wo sie studieren und leben. Das ist keine Massenpartei. Sie zieht Stimmen von den Grünen ab, zum Beispiel beim Thema Aufrüstung, wo sich Volt weniger konfrontativ gegenüber Russland gibt.

  • Volt und DLG

    ronnieos, 10.06.2024 16:53, Antwort auf #74
    #75

    Volt: Entspricht am ehesten dem Bild einer Partei von und für formal hochgebildete, gut situierte Menschen in Großstädten mit einer "ökosozialen Ader", denen es rein von der Umgebung her egal ist, wo sie studieren und leben. Das ist keine Massenpartei. Sie zieht Stimmen von den Grünen ab, zum Beispiel beim Thema Aufrüstung, wo sich Volt weniger konfrontativ gegenüber Russland gibt.

    Sehe ich teilweise auch so

    • und ich kann nachvollziehen, daß sie in junger und urbaner Umgebung Erfolg haben.
    • Mit 0,7% hattten sie kein Argument, daß man sie bei Wahlen mit 5% Hürde wählt.
    • Mit den 2,6 % können sie nun anders auftreten (Augenhöhe FW und Linke). Das Argument, eine Stimme für sie sei eine "vergebene", zählt nicht mehr.

    Ich möchte noch meine Freude und Genugtuung teilen, daß der Versuch der Letzten Generation ins Parlament einzuziehen in Deutschland krachend gescheitert ist (0.3%).

    Allerdings erwarte ich nicht, daß sie dies von ihrem Parallelunivesum auf Mutter Erde zurückbringen wird.

  • Auf der rechten Seite

    SeppH (!), 10.06.2024 19:44, Antwort auf #75
    #76

    Auffällig ist weiterhin, dass sich keine gemäßigte konservative Kraft neben der AfD etabliert. BSW kann man hier vielleicht nennen. Aber es ist nicht annähernd dasselbe wie in Frankreich, wo Marine ihre Partei anschlussfähig in die Mitte macht.

    Im Osten sind zukünftige Mehrheiten von AfD und BSW übrigens durchaus realistisch. Ob sie realisiert werden?

  • RE: Volt und DLG

    Mirascael, 10.06.2024 20:17, Antwort auf #75
    #77

    Volt: Entspricht am ehesten dem Bild einer Partei von und für formal hochgebildete, gut situierte Menschen in Großstädten mit einer "ökosozialen Ader", denen es rein von der Umgebung her egal ist, wo sie studieren und leben. Das ist keine Massenpartei. Sie zieht Stimmen von den Grünen ab, zum Beispiel beim Thema Aufrüstung, wo sich Volt weniger konfrontativ gegenüber Russland gibt.

    Sehe ich teilweise auch so

    • und ich kann nachvollziehen, daß sie in junger und urbaner Umgebung Erfolg haben.
    • Mit 0,7% hattten sie kein Argument, daß man sie bei Wahlen mit 5% Hürde wählt.
    • Mit den 2,6 % können sie nun anders auftreten (Augenhöhe FW und Linke). Das Argument, eine Stimme für sie sei eine "vergebene", zählt nicht mehr.

    Ist das nicht letztlich eine Art Piraten 2.0?

    Ich sehe da lediglich junge naive Leute.

  • RE: Volt und PdF

    SeppH (!), 10.06.2024 21:25, Antwort auf #77
    #78

    Ist das nicht letztlich eine Art Piraten 2.0?

    Ich sehe da lediglich junge naive Leute.

    Die Piraten hatten kaum Themen, bei Volt ist das etwas fundierter. Es gibt übrigens auch noch PdF, Partei des Fortschritts, die ähnlich linksliberal aufgestellt ist und einen Sitz bekommen hat.

  • RE: Auf der rechten Seite

    Laie, 10.06.2024 22:54, Antwort auf #76
    #79

    Auffällig ist weiterhin, dass sich keine gemäßigte konservative Kraft neben der AfD etabliert. BSW kann man hier vielleicht nennen. Aber es ist nicht annähernd dasselbe wie in Frankreich, wo Marine ihre Partei anschlussfähig in die Mitte macht.

    Im Osten sind zukünftige Mehrheiten von AfD und BSW übrigens durchaus realistisch. Ob sie realisiert werden?

    Die Werteunion erhält nicht die gleiche mediale Unterstützung wie das BSW. Vermutlich hat man Angst, dass die Union sonst signifikant Stimmen verliert.

  • Auf der rechten Seite

    ronnieos, 11.06.2024 10:19, Antwort auf #79
    #80

    Auffällig ist weiterhin, dass sich keine gemäßigte konservative Kraft neben der AfD etabliert. BSW kann man hier vielleicht nennen. Aber es ist nicht annähernd dasselbe wie in Frankreich, wo Marine ihre Partei anschlussfähig in die Mitte macht.

    Im Osten sind zukünftige Mehrheiten von AfD und BSW übrigens durchaus realistisch. Ob sie realisiert werden?

    Die Werteunion erhält nicht die gleiche mediale Unterstützung wie das BSW. Vermutlich hat man Angst, dass die Union sonst signifikant Stimmen verliert.

    Seit die Vorsitzende Merkel der Union eine geänderte Ausrichtung (die notwendig war, um im 21. Jahrhundert anzukommen)  mit einem teilweise hell-grünen Anstrich verpaßte, gibt es rechts eine Lücke zwischen Union und AfD. Ich würde es eher ein Vakuum im ehemals konservativen oder bürgerlich-konservativen Lager nenen. Die AfD breitet sich zwar rechts bis weit rechts aus, aber die Werte der Union hat sie nicht übernommen.

    BSW; füllt eindeutig nicht diese Lücke. Das BSW ist eine Melange von nahezu rechtsextremen Positionen (Migration) bis weit, sehr weit linksaussen (Wirtschaft-,Gesellschaftspolitik), das fühlt sich an wie ein Hauch PDS. Vielleicht gibt das BSW aber vielen Ostdeutschen ein Gefühl der "politischen Heimat", die sie bei den "Westparteien"  SPD, Grüne und teilweise Union nicht empfinden.

    Werteunion: Sie ist bei der Europawahl (und bevor die rechten Trolle lärmen - ja, so heißt die Wahl zum Europäischen Parlament, auch das der offizielle Name, und so wird die Wahl von der Bundeswahlleiterin auch genannt) bewußt nicht angetreten. Ziel war die BTW. Nun gibt es Überlegungen an den LTWen im September zeilzunehmen. Gruener hatte gebeten, die WU im Auge zu behalten. Es gibt wenig zu berichten, Die Partei baut ihre Landesverbände auf.

    Warum die WU kaum mediale Aufmerksamkeit bekommt, ist "selbstverschuldet". Es gibt seit dem ca 10.seitigen Gründungsprogramm nix, was Journalisten interessieren könnte. "Werte" und "die alte Union erstzen" sind ihre Leitlinien. Beim Lesen hat man den Eindruck, die WU präsentiert sich als eine "Anti-Grün"-Partei. Das gibt aber wenig Potential. Was der WU helfen würde, wäre eine etwas ausgeglichenere Alterstruktur.  [irgendwo im Forum vergraben: die sichtbaren Akteure sind alle im Bereich 55-60. Nix gegen "Erfahrung", die wird heute oft unterschätzt, aber ein Signal für einen Aufbrich ist das nicht - liegt auch nicht originär in ihrer Attitiude als "Bewahrer".

    FW: als Partei füllen sie bundesweit keine Lücke, als Regional- und Lokalverband schon. Aiwanger hat sich im Wahlkampf in Bayern von der CSU deutlich nach rechts abgesetzt. In Diskussionen (zwei habe ich im BR verfolgt) mußte man den Unterschied zur AfD teilweise schon mit der Lupe suchen. Auch wenn mancher nun aufheult. Bundesweit kein "Lückenfüller" im Spektrum.


    Zu Volt (da oben angesprochen).

    Jau, sie sind jung. Ihre Kandidaten sind im Schnitt Anfang 30. Aber, ich sehe sie nicht als "naiv". Jedenfalls weitaus gereifter als DLG und nicht weniger reif als Personen, die in anderen Parteien Spitzenpositionen haben, wie RIcarda Lang oder Kevin Kühnert. Au contraire, sie sind im Schnitt sogar gebildeter.

    Ihre Wurzeln liegen im "Brexit"-Schock, als die "Jugend" dort versäumt hat. ihre Stimme zu erheben und ihre Stimmen abzugeben. [wäre die Wahlbeteiligung bei U30/35 ähnlich ausgefallen wie bei den älteren Jahrgängen, wäre die Abstimmung wohl anders ausgefallen].

    Volt ist stark in den Stadtstaaten, aber auch teilweise in den Flächenstaaten wie BW und Bayern, wenig überraschend dagegen schwach im Osten.

    Jedenfalls kann ich nachvollziehen, daß sie bei der Jugend fast zweistellig sind. Mein Eindruck (ich habe auch Wahlprogramme von 2019 und 2021), daß sich Volt etwas von "liberalen" oder "sozial-liberalen" Themen entfernt hat und etwas grüner und linker auftritt.

    [sehe ich insgesamt ähnlich wie SeppH oben-]

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