Mueller, Trump und Co

Beiträge 31 - 40 von 91
  • RE: Obstruction of Justice

    gruener (Luddit), 21.04.2019 06:30, Antwort auf #26
    #31

    Setting:

    Mittelalter

    Szenario:

    Unschuldige junge Frau wird blasphemischer Hexerei bezichtigt. Zur Enttäuschung des Mobs finden sich im Bericht des Inquisitors jedoch keine stichhaltigen Beweise dafür - man hätte sich allerdings mehr Kooperation gewünscht, sie vermochte sich angeblich noch nicht mal zu erinnern, welchen schwarzen Kater sie wann gestreichelt hat. Zudem hat das Mädchen mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln versucht, sich gegen die an den Haaren herbeigezogenen Vorwürfe zur Wehr zu setzen.

    Vorwurf drui und Konsorten:

    Obstruktion der Inquisition. Auf den Scheiterhaufen mit ihr!

    dein beispiel hinkt an einer entscheidenden stelle:

    wie hoch ist die reduzierung des klimaschädlichen co2-ausstoßes, wenn ein mensch frühzeitig - und sei es auch unter zurhilfenahme der heiligen inquisition - aus dem leben scheidet?

    du weißt es ebenso wenig wie ich?! - dann müssen wir wohl gemeinsam die nach http://www.frag-mutti.de wichtigste online-site um hilfe bitten: www.frag-greta.com.

    *****

    aber unabhängig davon: deine auslassung hakt noch an mindestens einer anderen stelle.

    *****

    bis wir der lösung nahe kommen, sonnen wir uns gemeinsam an robert gernhardts blas-phemischer karikatur, passend zum heutigen ostersonntag. ok?!

  • RE: Obstruction of Justice

    chessy, 21.04.2019 16:29, Antwort auf #28
    #32

    Bist du wirklich der Ansicht, Trump ist unschuldig?

    Irrelevant - ...

    Für mich ist das keineswegs irrelevant. Trump-Bashing hin oder her: Ich hoffe, er wird am Ende seine gerechte Strafe erhalten, wie und wann die auch immer kommen mag. Und nein, grüner, ich meine das nicht in christlichem Sinne, sondern hier im Diesseits!

    Wenn einer ne Waffe auf jemanden hält und abdrückt, dann ist er nicht unschuldig, weil die Waffe nicht los gegangen ist. Trump hat seine Untergebenen beauftragt, die Justiz zu behindern, und dafür sollte er die Quittung erhalten. Für eine Amtsenthebung gibt es im Senat nicht die nötige Zweidrittelmehrheit und unter dem demokratischen Bewerberfeld gibt es m. E. niemanden, der der zu erwartenden Wahlkampf-Schlammschlacht mit Trump gewachsen sein dürfte. Ich jedenfalls kann grüners Befriedigung ob der zu erwartenden DEM-Wahlniederlage nicht nachvollziehen. Und ich bin mir auch nicht sicher, dass es 2024 zu einer demokratischen Präsidentschaftswahl kommen wird, denn der Notstand an der mexikanischen Grenze (oder was auch immer dann gerade aktuell ist) wird sicherlich Grund genug sein, dass Trump noch ein bißchen länger regieren muss. Und dann wird sich herausstellen, ob das System der Checks and Balances das organisierte Verbrechen in der Staatsführung besiegen kann.

  • RE: Obstruction of Justice

    drui (MdPB), 21.04.2019 21:49, Antwort auf #32
    #33

    Für eine Amtsenthebung gibt es im Senat nicht die nötige Zweidrittelmehrheit und unter dem demokratischen Bewerberfeld gibt es m. E. niemanden, der der zu erwartenden Wahlkampf-Schlammschlacht mit Trump gewachsen sein dürfte.

    Ersteres ist richtig, bei zweiterem verstehe ich den Pessimismus nicht so ganz. Ganz unabhängig davon, wer bei den Dems Kandidat/ Kandidatin wird, ist Trump ein äußerst schwacher Gegner für einen amtierenden Präsidenten. Schlammschlachten sind irgendwann ermüdend und ich glaube nicht, dass sie für den kommenden Wahlkampf entscheidend werden.

    Die Midterms hat Trump recht krachend verloren und bislang hat er keine Trendwende eingelegt. Politisch setzt er immer stärker auf seine rechte Basis und vernachlässigt die Mitte. Auch ohne Impeachment haftet der Geruch von Korruption, Unehrlichkeit, Größenwahn und Paranoia an ihm. Die Geschlossenheit seiner Partei lässt ebenso nach wie das Eingehen von Trump auf deren politisches Programm. Die Steuersenkungen für Reiche ziehen politisch ebenso wenig wie die Behinderung und Abschaffungsversuche von Obamacare. "Obamacare for all" ist inzwischen mehrheitsfähig, selbst der "Kommunist" Sanders bekommt Beifall auf Fox News für sein politisches Programm. Und Trumps Beliebtheitswerte stagnieren auf mäßigem Niveau, egal was passiert und während die Wirtschaft brummt. Bricht die Wirtschaft im nächsten Jahr ein, sieht es für ihn sehr düster aus.

  • RE: Obstruction of Justice

    Mirascael, 21.04.2019 22:51, Antwort auf #30
    #34
    ich kann es auch ungeschminkter formulieren: das ewige trump-bashing geht mir gehörig auf den sack. nicht weil es gegen trump geht, sondern weil ob der ständigen - und alleinigen - abarbeitung am us-präsidenten die eigentlichen probleme, die unabhängig vom amtierenden präsidenten sind, in den hintergrund rücken.

    Widerstand gegen das 3. Reich, Benachteiligung von Frauen, Rassismus etc.:

    Je länger das alles vorbei ist bzw. je weniger diese Dinge ein Problem darstellen, desto massiver wird der Widerstand verhätschelter Kleinbürgerkinder, die von Arbeit und Wirtschaft praktisch so gut wie keine Ahnung haben, dagegen.

    Das sprengt teilweise selbst die krassesten Monty Python Szenarien.

  • RE: Obstruction of Justice

    chessy, 22.04.2019 02:25, Antwort auf #33
    #35

    Für eine Amtsenthebung gibt es im Senat nicht die nötige Zweidrittelmehrheit und unter dem demokratischen Bewerberfeld gibt es m. E. niemanden, der der zu erwartenden Wahlkampf-Schlammschlacht mit Trump gewachsen sein dürfte.

    Ersteres ist richtig, bei zweiterem verstehe ich den Pessimismus nicht so ganz. Ganz unabhängig davon, wer bei den Dems Kandidat/ Kandidatin wird, ist Trump ein äußerst schwacher Gegner für einen amtierenden Präsidenten. Schlammschlachten sind irgendwann ermüdend und ich glaube nicht, dass sie für den kommenden Wahlkampf entscheidend werden.

    Mein Pessimismus rührt daher, dass Trump das Talent besitzt, aus einem beliebigen politischen Gegner den Leibhaftigen höchstpersönlich zu machen. Oder eine Witzfigur. Das wird erst ab dem Moment deutlich werden, wenn der Kandidat feststeht und er sich auf diesen einschießen kann.

    Die Midterms hat Trump recht krachend verloren und bislang hat er keine Trendwende eingelegt. Politisch setzt er immer stärker auf seine rechte Basis und vernachlässigt die Mitte.

    Die Midterms hat er hauptsächlich verloren, weil ihm die eigentlich eher konservativen Vorstädte abhanden gekommen sind. Das könnte natürlich ein Grund zur Hoffnung sein. Aber das setzt einen DEM-Kandiaten voraus, den man als Konservativer guten Gewissens wählen kann. Da sehe ich zum Beispiel beim bekennenden Sozialisten Sanders oder "Pocahontas" Warren eher schwarz. Ob die Amerikaner einen schwulen Bürgermeister aus Indiana wählen würden, weiß ich auch nicht. Und Joe Biden hat ja auch einige Leichen im Keller ...

    Auch ohne Impeachment haftet der Geruch von Korruption, Unehrlichkeit, Größenwahn und Paranoia an ihm. Die Geschlossenheit seiner Partei lässt ebenso nach wie das Eingehen von Trump auf deren politisches Programm. Die Steuersenkungen für Reiche ziehen politisch ebenso wenig wie die Behinderung und Abschaffungsversuche von Obamacare. "Obamacare for all" ist inzwischen mehrheitsfähig, selbst der "Kommunist" Sanders bekommt Beifall auf Fox News für sein politisches Programm. Und Trumps Beliebtheitswerte stagnieren auf mäßigem Niveau, egal was passiert und während die Wirtschaft brummt. Bricht die Wirtschaft im nächsten Jahr ein, sieht es für ihn sehr düster aus.

    In Bezug auf die Urteilsfähigkeit des gemeinen Trump-Wählers über die politischen "Leistungen" ihres Präsidenten habe ich ebenso wie grüner meine Zweifel. Die informieren sich bei rechten Medien wie Fox News und glauben so ziemlich alles, was Trump so twittert. Sanders könnte vielleicht punkten bei den Wutbürgern, ist aber ansonsten nicht mehrheitsfähig. Und ich denke, aus diesem Kalkül rührt der Beifall von Fox News.

    Als in den USA ein Pickup-Fahrer an der Tankstelle gefragt wurde, was er denn über Trumps Unehrlichkeit denken würde, antwortete er, dass die anderen ebenso lügen würden. Und mit der Meinung steht er mit Sicherheit nicht allein. Der Abscheu über den "Sumpf" in Washington scheint mir so groß zu sein, dass rationale Argumente eher in den Hintergrund treten. Und dass Trump immer noch nicht zum Politik-Establishment gehört, kann man ja wohl nicht leugnen. Natürlich ist er korrupt, aber aus der Sicht der "Fly-over-Country-Bewohner" sind sie das ja alle.

  • RE: Obstruction of Justice

    drui (MdPB), 22.04.2019 04:42, Antwort auf #35
    #36

    Natürlich ist er korrupt, aber aus der Sicht der "Fly-over-Country-Bewohner" sind sie das ja alle.

    Aber er ist explizit mit dem Versprechen "drain the swamp" angetreten und war schlimmer als alle anderen.

    Ja, die Blödheit der Wähler ist unbegrenzt und das amerikanische System bekloppt, aber Trump ist eben auch kein Genius und er hatte bei seiner Wahl verdammt viel Glück. Bis zur nächsten Wahl ist es noch lange hin und alles mögliche kann passieren, aber ich sage mal so, alle vier demokratischen Frontrunner (Sanders, Biden, Harris und O'Rourke können Trump schlagen, nicht weil sie so toll sind, sondern weil Trump andauernd Fehler macht.

    Die drei Swing States Michigan, Pennsylvania und Wisconsin, die Trump mit 1% gewonnen hat, sind derzeit recht eindeutig blau und Trump macht politisch alles, damit sich das nicht ändert. Auch Arizona könnte er verlieren. Schau Dir mal sein Approval Rating pro Staat an, das ist nun deutlich anders als 2016 und keine Trendumkehr in Sicht.

    Arizona: -6 (decrease 26% seit Amtsantritt)

    Wisconsin: -12 (decrease 18%)

    Michigan: -12 (decrease 19%)

    Pennsylvania: -7 (decrease 17%)

    Ohio: -5 (decrease 20%)

    Florida: -2 (decrease 24%)

    Iowa: -9 (decrease 19%)

    https://morningconsult.com/tracking-trump/

    Und das Stand 5. April 2019, nachdem er doch eindeutig und total vom Mueller-Report freigesprochen wurde.

  • RE: Obstruction of Justice

    chessy, 22.04.2019 13:46, Antwort auf #36
    #37

    Vor der Wahl 2016 wurde Trump eine vernichtende Niederlage bei den weiblichen Wählern vorhergesagt, aber bei der Wahl haben sie sich dann doch wieder so verhalten wie immer. Auch wurde argumentiert, dass aufgrund der demographischen Zunahme farbiger und Latino-Wähler die Republikaner auf lange Sicht keine Mehrheit mehr erlangen könnten. Aber am Ende wählten dann etwas mehr weiße Männer Trump und es reichte doch. Und in Pennsylvania, Michigan und Wisconsin lag in Umfragen stets Hillary Clinton vorne. Deshalb bin ich skeptisch, was Stimmungsberichte lange vor der Wahl besagen.

  • RE: Obstruction of Justice

    sorros, 22.04.2019 16:24, Antwort auf #37
    #38

    Und in Pennsylvania, Michigan und Wisconsin lag in Umfragen stets Hillary Clinton vorne. Deshalb bin ich skeptisch, was Stimmungsberichte lange vor der Wahl besagen.

    Nicht nur deshalb! Es wird sich noch soviel auch politisch in den nächsten 1,5 Jahren verändern, daß jede Prognose heute reine Spekulation ist. Wer hätte vor 18 Monaten einen pareteilosen Comedian als ukrainischen Präsidenten für möglich gehalten?

  • New York Times Apologizes to Trump (Orange Man Bad - not)

    Mirascael, 23.04.2019 02:26, Antwort auf #38
    #39

    Barr Is Right About Everything. Admit You Were Wrong.

    [...]

    The American political and media elites that spent the first two years of the Trump administration promoting the Russian collusion hoax have some explaining to do. And not merely explaining: They owe the president an apology.

    [...]

    ... nearly the entire complex of elite media was actively complicit in promoting the biggest political conspiracy theory in American history: that Hillary Clinton lost the election because Donald Trump conspired with Vladimir Putin to — well, that was always a moving target — but to somehow deprive Mrs. Clinton of victory. What we now know definitively is that Robert Mueller, the special counsel, and a team of very accomplished, mostly Clinton-supporting, prosecutors were unable to find evidence of a conspiracy that had been taken as an article of faith by Trump haters.

    [...]

    I’ve spent countless hours on radio and television since the fall of 2016 explaining to respected journalists why the Russian collusion story doesn’t get much, if any, traction in Middle America. This is because the allegations of collusion are not true and because most people who are not deeply committed to irrational Trump hatred see them for what they are: an inside-the-Beltway story being used as a political weapon to undermine the president and overturn — or at least neutralize — the 2016 election.

    [...]

    For nearly four years, members of America’s ruling class, especially those in the media, the academy and government, have operated on one central, unquestioned assumption: orange man bad. This stifling orthodoxy led to a blind, counterfactual faith in the theory that Mr. Trump had somehow colluded with “the Russians” (never well defined) to win the election. Again, the specific charges were always amorphous — plastic enough to change as needed. That’s hardly surprising: That’s the way conspiracy theories always work. The Russian collusion hoax was in fact nothing more than a massively multiplayer coping mechanism for people who couldn’t accept the results of the 2016 election.

    [...]

  • RE: Obstruction of Justice

    gruener (Luddit), 23.04.2019 03:26, Antwort auf #37
    #40

    Vor der Wahl 2016 wurde Trump eine vernichtende Niederlage bei den weiblichen Wählern vorhergesagt, aber bei der Wahl haben sie sich dann doch wieder so verhalten wie immer. Auch wurde argumentiert, dass aufgrund der demographischen Zunahme farbiger und Latino-Wähler die Republikaner auf lange Sicht keine Mehrheit mehr erlangen könnten. Aber am Ende wählten dann etwas mehr weiße Männer Trump und es reichte doch. Und in Pennsylvania, Michigan und Wisconsin lag in Umfragen stets Hillary Clinton vorne. Deshalb bin ich skeptisch, was Stimmungsberichte lange vor der Wahl besagen.

    ein sehr weises statement. (gänzlich ernst gemeint)

    wobei, ein klein wenig einschränkend möchte ich ergänzen: der rote wahlsieg war absehbar. man konnte ihn bereits im frühjahr 2016 erahnen. die eigentlichen werte (jenseits der offiziellen umfragerergebnisse - sog. sonntagsfrage) für die zwei kandidaten waren zu eindeutig - im positiven wie im negativen. zwischen trump und clinton lagen welten. um nicht anzudeuten: unzählige galaxien. (schwarze löcher incl.) - somit trifft dein statement nur bedingt zu. es belegt aber: jeden demographischen, im grunde unüberwindbaren vorteil kann man ad absurdum führen, wenn man die falsche kandidatin - man beachte vor allem den umstand, dass eine frau nominiert worden ist - aufstellt. (und destruktiv, wie ich gerne einmal bin. wage ich die ketzerische mutmaßung: das gleiche könnte auch für 2020 gelingen. denn - und das ist erlaubt, da auch in diesem forum vermehrt europäische ideale eins-zu-eins auf die usa übertragen werden: ein esel bleibt ein esel bleibt ein esel bleibt ein esel...)

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